Lang gebe das Vermächtnis von Ibrahim Kaypakkaya!

Rede des Vorboten auf der Gedenkveranstaltung zum 53. Jahrestag der Ermordung des Genossen Ibrahim Kaypakkaya:

Proletarier aller Länder, vereinigt euch!

Liebe Genossinnen und Genossen,

unseren festen roten und kämpferischen Gruß richten wir an alle anwesenden Genossen und Freunde und danken den Genossen von Partizan für die Einladung und die Möglichkeit ein paar Worte an euch zu richten.

Vor 53 Jahren wurde der große Sohn des internationalen Proletariats – Genosse Ibrahim Kaypakkaya – von der türkischen Reaktion bestialisch ermordet. Sein Vermächtnis, seine Haltung und Überzeugungen, die Ideologie die ihn leitete und zum schlimmsten Feind der türkischen Reaktion werden ließ – die Proletarische Ideologie – lebt weiter, verkörpert durch Marxistisch-Leninistisch-Maoistische Parteien und Organisationen weltweit, welche die Revolution durch den Volkskrieg führen, oder darum kämpfen zu initiieren, oder ihre Parteien zu rekonstituieren. Daher wollen wir besonders die TKP/ML begrüßen, die TIKKO, die TMLGB, das Proletariat und das unterdrückte Volk in der Türkei. Wir wollen auch einen Gruß an den Internationalen Kommunistischen Bund richten, die internationale Organisation des Proletariats, in deren Rahmen sich die Kommunisten aus vielen Ländern vereinigt haben und zur Grundlage ihres gemeinsamen Kampfes und ihrer Zusammenarbeit im Dienst der Entwicklung der Proletarischen Weltrevolution, gemacht haben. Lasst uns auch die verhafteten und von Repression betroffenen Genossen in der Türkei grüßen, ihren Kampfgeist und ihre Standhaftigkeit hochhalten und gemeinsam rufen: Freiheit für alle politischen Gefangenen in der Türkei! Freiheit für die Partizan-Leser!

Der Imperialismus, das letzte, faulende, monopolistische Stadium des Kapitalismus, befindet sich in einer umfassenden allgemeinen Krise und in Zersetzung. Die Reorganisierung der imperialistischen Kräfteverhältnisse, geführt durch den US-Imperialismus, treibt diesen zu bestialischen Aggressionen und Angriffen auf das Proletariat und die Völker der Welt. Der Angriff auf Venezuela und die Drohgebärden gegen Kuba sind Teil einer größeren Aggression gegen die Länder und Völker Lateinamerikas und der Karibik. Der seit drei Jahren andauernde Genozid durch den israelischen Kettenhund gegen Palästina und der Krieg gegen den Iran widerspiegeln den Plan des US-Imperialismus den Nahen und Mittleren Osten neu zu ordnen und seine imperialistischen Konkurrenten, vor allem das sozialimperialistische China, zu isolieren. Der Imperialismus muss, um sich selbst an der Macht zu halten, imperialistische Aggression und Kriege provozieren und führen – eine Wahrheit auf der alle Klassiker des Marxismus beharrt haben.

Dieser Versuch der imperialisischen Reorganisierung und Neuordnung stößt auf gewaltigen Widerstand und lässt besonders die nationalen Befreiungskämpfe und die Forderung nach Selbstbestimmung in den Vordergrund rücken. Genosse Stalin, großer Führer des internationalen Proletariats und der Kommunistischen Internationale lehrt mit welchem Kriterium die Kommunisten die nationalen Befreiungskämpfe bewerten sollen: „Schwächt, zersetzt und unterhöhlt“ der nationale Befreiungskampf den Imperialismus, oder „beschönigt, festigt“ er ihn und „führt ihn zum Sieg“? Von diesem Kriterium aus, müssen die Marxisten-Leninisten-Maoisten so wie es der Vorsitzende Mao sagt, die Einheitsfront und die nationale Front gegen den Imperialismus aufbauen. Heute sehen wir, dass der anhaltende nationale Widerstandskrieg Palästinas weltweit einen kräftigen Impuls zur Entwicklung der antiimperialistischen Bewegung gegeben hat und auch die Widersprüche in den jeweiligen Ländern vertieft. Der nationale Verteidigungskrieg des Iran konnte dem US-Imperialismus eine wichtige und sehr schwere taktische Niederlage beibringen und sich erfolgreich behaupten. Wir müssen verstehen: Die Niederlage im Iran ist Teil eines Wendepunkts in der Zersetzungskrise des Imperialismus! Die Einheitsfront und nationale Front dient den Kommunisten dazu „10 gegen 1 zu vereinen“, wie es der Vorsitzende Mao sagt. Daher vereinigen wir uns mit der Strategie und Taktik die der Vorsitzende für diese Epoche ausgegeben hat, dass die nationale Befreiung Teil der Proletarischen Weltrevolution ist: Proletarier aller Länder und unterdrückte Völker und Nationen, vereinigt euch gegen den gemeinsamen Feind!

Die internationale Kommunistische Bewegung hat in den letzten Jahren viele Entwicklungen erlebt, besonders hervorzuheben ist dabei die Gründung des Internationalen Kommunistischen Bundes. Die politische Weltlage eröffnet den Kommunisten wichtige Möglichkeiten in ihren jeweiligen Hauptaufgaben zu Entwicklung der neudemokratischen und sozialistischen Revolution voranzukommen. „In diesem historischen Kontext ist das Gedenken an Ibrahim Kaypakkaya keine Rückschau oder Erinnerung, sondern einen Standpunkt und Haltung einzunehmen zum heutigen Klassenkampf.“, steht in der Erklärung des Politbüros des ZK der TKP/ML zum 53. Jahrestag der Ermordung des Genossen Ibrahim Kaypakkaya. Genosse Kaypakkaya verkörpert heute den unermüdlichen Kampf für die Kommunistische Partei – für die Führung der Kommunistischen Partei innerhalb des Kampfes um soziale und nationale Befreiung. Er verkörpert den unermüdlichen Kampf gegen Revisionismus und Liquidatorentum, welche gerade in Zeiten der sich vertiefenden Zersetzung des Imperialismus eine Aussöhnung fordern. Die Lehren Kaypakkayas geben heute Orientierung im Kampf gegen die Kapitulation der Führung der PKK. Sie geben Orientierung im Kampf gegen die liquidatorischen Cliquen in der indischen Revolution, welche sich hinter die schwarzen Machenschaften der ROL in Peru einreihen, der rechten Liquidatoren in der Türkei oder auch Prachanda und Avakian davor. Der Revisionismus ist die innere Hauptgefahr für die Kommunisten und seine Intrigen müssen schonungslos aufgedeckt und bekämpft werden. Der Kampf gegen den Revisionismus wird die Kommunisten voranbringen und entwickeln – das haben uns die Klassiker – Marx, Engels, Lenin, Stalin und der Vorsitzende Mao Zedong gezeigt!

Genosse Basavaraj, Generalsekretär der Kommunistischen Partei Indiens (Maoistisch), der vor einem Jahr sein kostbares Leben für die Entwicklung der Partei und des Volkskriegs gegeben hat, hat bis in sein letztes Gefecht verkörpert was den Kommunisten ausmacht, so wie es Kaypakkaya getan hat: Keine Opfer scheuen! Die Partei als Achse aufbauen! Den Volkskrieg entwickeln!

Die Zersetzungskrise des Imperialismus schafft in vielen Aspekten vorteilhafte Voraussetzungen, in denen die Kommunisten ihren Kampf im Dienst der neudemokratischen und sozialistischen Revolution entwickeln können. Genosse Kaypakkaya lebt weiter in in jenen Kräften die heute voran marschieren, und die Kommunistischen Parteien und Organisationen zur bewussten und führenden Kraft in der Entwicklung der Proletarischen Weltrevolution machen.

Lang gebe das Vermächtnis von Ibrahim Kaypakkaya!

Es lebe die TKP/ML, TIKKO und TMLGB!

Es lebe der Internationale Kommunistische Bund und die Internationale Kommunistische Bewegung!

Es lebe das internationale Proletariat und die kämpfenden Völker und Nationen! Unterstützen wir den gerechten nationalen Kampf Palästinas, des Irans, des libanesischen Volkes und der Völker Lateinamerikas gegen den US-Imperialismus!

Es lebe der Volkskrieg in Indien, nieder mit den Liquidatoren! Nieder mit der Operation Kagaar!

Es lebe die nationale Befreiungsbewegung und die internationale proletarische Bewegung – die beiden Hauptströmungen der Proletarischen Weltrevolution!

Der Vorbote,

Mai 2026